Der Hausberg Merans

Als Meraner ( und auch als Gast! ) sollte man mindestens einmal im Leben auf dem Ifinger gestanden sein. Mit seinen 2 Gipfeln ( 2552 und 2581 Meter) thront der Ifinger östlich von Meran über dem Wander- und Skigebiet Meran 2000.
Der markante Gipfelaufbau aus Granit ist relativ leicht zu erreichen, die Besteigung der beiden Gipfel sind von unterschiedlicher Schwierigkeit gekennzeichnet: Der kleine Ifinger ist für geübte Wanderer leicht zu erreichen, der große Gipfel hingegen erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und leichte Klettererfahrung im Fels.

Beide Gipfel aber eint das grandiose Panorama auf Meran und Vinschgau, die Sarntaler Alpen, das Ortlergebiet bis hin zu den Dolomiten.

Aufstieg auf den Ifinger
Wie schon den ganzen Sommer 2014 hindurch warnt der Wetterdienst vor Regenschauern und Gewittern im Laufe des Tages nach einigen freundlichen Stunden am Vormittag.
So starten wir um 06:00Uhr morgens vor Meran und parken an der Talstation Falzeben, von wo die Wanderung auf den Ifinger Ihren Beginn nimmt.
Gemächlich geht es bis zur Zuegghütte, von dort stiegen wir mit nun warmen Muskeln über den Steilhang hoch bis zur Bergstation der Seilbahn von Meran 2000.  Hier ist es noch menschenleer und die ersten Nebel kriechen bereits über das Naiftal hoch, genau in Richtung unserer Wanderroute.

Glück muss man haben, direkt am Naifjoch lichten sich die Nebel und die warme Morgensonne taucht die Landschaft in das erste Licht es Tages.
So fällt auch der mühevolle Aufstieg nicht mehr schwer, wir folgen dem Weg über den Gipfelhang und genießen den freien Blick über den Grat auf die Kurstadt Meran zu unserer linken Seite, während sich rechterhand der breite Grashang bis hin zur Kuhleitenhütte erstreckt.

Auf dieser Höhe angekommen erreichen wir wieder den klassischen Wanderweg Nr. 19, welcher über den Ostgrat auf den Ifinger führt und einen sagenhaften Ausblick auf das Passeiertal, die Sarntaler Alpen und den nahen Gipfel des Hirzer mit den darunter liegenden „Videgger Assen“ freigibt, welche sich im ersten Tageslicht sonnen.
Kurz danach, auf ca. 2500 Metern trennt sich der Wanderweg. Hier an der Weggabelung, welche von einem Rudel Ziegen “überwacht” wird muss man sich  für einen der beiden Gipfel entscheiden:  Links erreicht man den kleinen Gipfel (2552 Meter) , welcher begrast ist und als sehr einfach über den Wanderweg zu erreichen ist.

Nach rechts hingegen wendet sich der ambitionierte Bergsteiger, hier ist Schwindelfreiheit Voraussetzung und leichtes klettern am Fixseil in exponierter Lage angesagt. Wir halten uns rechts, und gleich schon geht es am Fixseil zu einem schmalen Grat, über welchem man auf den westlich ausgerichteten Gipfelgrat wechselt. Hier ist höchste Konzentration angesagt, wir hangeln uns an den Fixseilen weiter bis ein letzter Aufstieg, immer dem Seil entlang bis zum Gipfelkreuz führt.

Dort angekommen genießen wir eine hochverdiente, zünftige Brettlmarende und blicken auf den Meraner Talkessel, die Dolomiten, die Ortlergruppe und die Sarntaler Alpen. Man könnte es hier leicht den ganzen Tag aushalten, so schön wäre es hier, leider aber schiebt sich die angekündigte Schlechtwetterfront schon vom Vinschgau in unsere Richtung.

Der Abstieg
Nach dem obligatorischen Eintrag in das Gipfelbuch gehen wir den Abstieg an, welchen wir mit Herzklopfen an den Fixseilen absolvieren, wieder am Wanderweg Nr. 19 angekommen peilen wir die Kuhleitenhütte an, wo uns der freundliche Wirt mit vorzüglichem Kaffe und noch warmen Marillenstrudel bewirtet. Von dort setzen wir den Abstieg über den “klassischen”  Wanderweg Nr. 19, vorbei am St. Oswald Kirchlein bis nach Falzeben fort.

Infos und Tips
Anfahrt
Mit der Seilbahn Meran 2000 oder mit dem Auto bis nach Falzeben

Aufstieg
Von Falzeben ca. 3 h, von der Bergstation Meran 2000 ca. 2,5 h.