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Die Passer trennt die Altstadt von den übrigen Stadtteilen

Schon seit Menschengedenken schlängelt sich der Passer Fluss durch Meran. War der lebendige Fluss bis ins hohe Mittelalter Fluch (katastrophale Überschwemmungen) und Segen (frisches , sauberes Wasser aus den Passeirer Bergen) zugleich, gilt er heute als grüne Lunge Merans.
Schon seit immer begleitet die Passer die Stadt Meran. Was am Timmelsjoch als kleine Quelle seinen Anfang nimmt, wächst durch zahlreiche Zuflüsse aus dem Passiertal, den Sarntaler Alpen und der Texelgruppe zu einem respektablen Fluss heran.

 

Der gesamte Verlauf der Passer durch Meran ist eine Naherholungszone.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Lauf der Passer durch Meran begradigt, der Fluss in ein Korsett gesteckt um Überschwemmungen zu vermeiden. Dank der Weitsicht der damaligen Politiker und Kurvorsteher entstand so zeitgleich die einzigartige Nah Erholungszone rund um den Verlauf der Passer durch die Kurstadt, die Meraner Promenaden. Entlang der Kurpromenade macht die Passer dem Kurhaus seine Aufwartung, auf der Höhe der Meraner Therme kommst du gleich zwei mal in direkten Kontakt mit dem Fluss. Hier an seiner breitesten Stelle erwartet dich auf der Kurpromenade eine gläserne Aussichtsplattform, welche frei über dem Wasser schwebt.

Direkt gegenüber wurde ein direkter Zugang mit der Passerterrasse geschaffen, welche vom Thermenplatz aus erreichbar ist.

passerterasse – Spherical Image – RICOH THETA

An der engen und wilden Gilfschlucht verlässt die Passer das Passeiertal nördlich von Meran und zwängt sich tosend durch die Granitfelsen um gleich danach von einer suggestiven Brücke überquert zu werden. Diese verleitet immer wieder Künstler und Artisten zu atemberaubenden Aktionen.

Ab hier weitet sich das Flussbett, ruhig zieht das Wasser hin zum steinernen Steg aus dem 16. Jahrhundert, auch Römerbrücke gennant, begleitet von der Sommer- und Winterpromenade zu seinen beiden Seiten. Nach einer kurzen Biegung läuft nun das Wasser gerade durch Meran, vorbei an der Wandelhalle, um darauf die prächtige Postbrücke zu unterqueren.

Der Steinerne Steg

Der gesamte Wasserverlauf von der Gilfpromenade bis zur Theaterbrücke wird beidseitig von den Meraner Promenaden, prächtig gepflegten Spazierwegen, welche mit einer großen Vielfalt von unterschiedlichen Pflanzen und Bäumen gesäumt sind.
1419 fand die letzte große Überschwemmung der Stadt durch die Passer statt, davon zeugen heute noch die großen Felsbrocken vor der Heilig Geist Kirche.



Absolut sehenswert entlang des Flusses: Die Passerterassen auf Höhe der Therme Meran, welche direkten Zugang zum Wasser bieten und die Gilfschlucht, dort wo die sich Passer durch ein enges Korsett aus Granitfels in Richtung Meran stürzt. Besonders markant ist die bestens erhaltene „Römerbrücke“, der Steinerne Steg aus dem 17. Jh; welcher hoch über den Fluss führt und die Altstadt mit Obermais verbindet.